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Aquatinta
Giclée
Gouache
Holzschnitt
Holzstich
Kupferstich
Lithografie
Museumsglas
Passepartout
Pastellauflage
Radierung
Refloglas
Serigrafie
Stahlstich
Staubsichere Einrahmung
UV-Schutz

 

Aquatinta

Das Auquatinta-Verfahren macht es möglich, flächige Halbtöne darzustellen. Hierzu wirbelt man in einem Kasten ein feines Gemisch aus Kolophonium- und Asphaltstaub auf, welches dann auf eine Platte aufgeschmolzen wird. Unter den Körnern kann die Säure nicht angreifen, sodass sich Metallstege bilden, die die Farbe beim Auswischen für den nachfolgenden Druck festhalten. Mit der Dauer der Ätzung entscheidet man über deren Tiefe und damit über die Tiefe des Grautones. Eine kurze Ätzzeit ergibt einen hellen Grauton, eine lange Ätzzeit ergibt ein samtartiges Schwarz.

Nach dem Aufschmelzen des Kornes und dem Abdecken von Rückseite und Kanten zum Schutz werden all jene Flächen mit Asphaltlack abgedeckt, die weiß bleiben sollen. Sodann erfolgt eine erste kurze Ätzung, welche zur Folge hat, dass alle nicht abgedeckten Flächen in einem zarten Grau erscheinen. Danach wird die Platte herausgenommen und gründlich unter fließendem Wasser abgespült. Nach dieser ersten Ätzung wird eine weitere Ätzung durchgeführt, sodass man den noch freien Flächen einen stärkeren Grauton zuweist.

Dieses Wechselspiel von Abdecken und Ätzung wiederholt man mehrmals, wobei die Ätzdauer immer verdoppelt wird. Erst dadurch erreicht man eindeutig unterscheidbare Tonwerte. Vor dem finalen Druck muss der zu Beginn aufgeschmolzene Staub mit Terpentinersatz entfernt werden.

Giclée

Giclée wurde vom französischen Verb gicler abgeleitet und bedeutet "spritzen, sprühen"

Der Giclée-Druck ist ein digitales Druckverfahren, wobei ein Tintenstrahl-Drucker mit verschiedenfarbigen Farbstoff- oder pigmentbasierten Tinten (meist sechs bis zwölf Farben) für die Anfertigung eines hochauflösenden, großformatigen Ausdrucks verwendet wird. Die Farben sind lichtecht und weisen einen großen Nuancenreichtum, sowie hohen Kontrast und Sättigungsgrad auf. Der Giclée-Druck eignet sich für Künstlerleinwand, Bütten- und Aquarellpapier sowie für Seide.

Gouache

Der Ausdruck Gouache bezeichnet die deckende Malerei mit Wasserfarben in Verbindung mit Bindemitteln und Deckweiß, deren dicker Farbauftrag nach dem Trocknen eine der Pastellmalerei ähnliche Anmutung ergibt.
 

Holzschnitt

Der Holzschneider arbeitet mit dem sogenannten Holzstock. Damit bezeichnet man eine 1-4 cm dicke, geglättete Platte aus Nuss- oder Birnbaum, welche als Langholz längs der Faser herausgeschnitten wurde.

Auf diesem Holzstock wird eine Vorzeichnung aufgetragen, deren Linien dann mit einem Messer nachgeschnitten werden. Die dazwischen befindlichen Holzflächen werden danach mit dem Aushebeeisen entfernt, sodass am Ende die Vorzeichnung in Form von Stegen stehen bleibt. Diese Stege walzt man mit der Druckfarbe ein und legt ein angefeuchtetes Papier darauf, dann kann man mit der Hand oder einem Reiber das Papier an den Holzstock andrücken und so den Holzschnitt aufs Papier abbilden. Eine richtige Druckerpresse erlaubt bei diesem Verfahren allerdings viel gleichmäßigere Ergebnisse.

Holzstich

Um 1800 hat der Engländer Thomas Bewick unter Benutzung von Holzstöcken und mit Hilfe des Stichels das alte System des Holzschnitts zum Holzstich weiterentwickelt.

Man kann beim Holzstich durch die Anordnung von feineren, unterschiedlich dichten Abständen eine viel feiner abgestufte Tonigkeit erzielen. Hierzu verwendet man Stichel die mehrere Zahnungen haben und so mit einem Zug mehrere Parallel-Linien eingraben - so genannte Tonstichel. Bei der weiteren Entwicklung ließen sich so auch getuschte oder gemalte Vorlagen durch Strichsysteme darstellbar machen.

Kupferstich

Der Kupferstich bezeichnet die Arbeit an einer Platte, welche eben geschliffen und blank poliert sein muss. Mit dem Grabstichel, einem Werkzeug mit einem meist rautenförmigem Querschnitt welches schräg angeschliffen ist, gräbt man eine Furche in die Platte. Der Stichel hinterlässt dabei an den Rändern der Furche durch das nach beiden Seiten aufgeworfene Metall einen Grat.

Beim Kupferstich, dessen Erkennungszeichen und Vorzug die scharfe Linie bildet, wird dieser Grat mit einem Schaber entfernt. Der Polierstahl, ein längliches, rundliches Werkzeug, dient zur Glättung von Fehl- und Schadstellen. Da der starre Stichel nur gerade Furchen erzeugen kann, muss zur Verwirklichung von gebogenen Linien die Platte, stets mit der Hand dem Stichel entgegen gedreht werden. In die so vertieften Linien kann dann Farbe eingebracht werden, die man im Anschluss sorgfältig von der übrigen Plattenoberfläche wegwischt.

Der Druck erfolgt nun wiederum auf der Druckerpresse durch das Auflegen eines vorher angefeuchteten Papierblattes. Besonders im 19. Jahrhundert hat man statt der Kupferplatten langlebigere Stahlplatten verwendet, die eine weit höhere Anzahl an gleichwertigen Abzügen zuliessen.

Lithografie

Die Lithografie erfolgt im Gegensatz zu anderen Verfahren nicht mechanisch, sondern chemisch, durch die Abstoßung von Wasser und Fett. Bei der Lithografie wird mit fetthaltiger Kreide oder Tusche auf einem mit Sand gekörnten Kalksandstein gezeichnet. Die Poren des Steins saugen die Ätzflüssigkeit auf, sodass beim Aufwalzen der Druckerschwärze nur die mit Fettkreide oder Fett-Tinte bemalten Stellen die Farbe annehmen, alle übrigen Flächen sie aber abstoßen.

Die Lithografie ermöglichte große Auflagen farbiger Drucksachen ohne großen Qualitätsverlust.

Museumsglas

Echte Entspiegelungen an der vergüteten Glasfläche werden durch eine destruktive Interferenz der reflektierten Strahlen erreichbar.

Durch interferenzoptische Beschichtung sinkt nicht nur der Reflexionsgrad - bei Museumsglas von ca. 8% auf ca. 1% - sondern es erhöht sich auch die Lichtdurchlässigkeit um den gleichen Differenzbetrag.
Die Metall-Oxid-Schichten werden im Tauchverfahren aufgetragen und anschließend eingebrannt. Diese Vergütung ist chemisch beständig und unempfindlich gegen Temperaturschwankungen und Feuchtigkeit.

Das Ergebnis ist ein entspiegeltes Glas, das zudem nahezu farbecht ist, die Farben des darunter liegenden Objekts werden nicht verfälscht.

Radierung

Die Radierung gehört zu den ältesten grafischen Drucktechniken. Der Begriff kommt vom lateinischen Wort "radere" was soviel wie kratzen, wegnehmen, entfernen bedeutet.

Eine Kupferplatte wird zuerst mit einer dünnen Asphaltschicht überzogen. In diesen schwarzen Hartgrund der widerstandsfähig gegen Säuren ist, kann der Künstler seine Zeichnungen mit einer Radiernadel einfügen. Überall dort wo die Asphaltschicht von der Platte entfernt wurde liegt das Kupfer nun blank. Durch ein Säurebad wird die Zeichnung an den freien Stellen tief in die Kupferplatte eingeätzt.
In die den Ätzvorgang entstandenen Vertiefungen der Radierplatte wird nun Farbe eingebracht. Dabei muss der Künstler sehr vorsichtig alle blanken Stellen der Kupferplatte von der Farbe befreien, ohne diese aber aus den Zehntelmillimeter tiefen Ätzfurchen zu entfernen. Die Platte wird anschließend auf dem Drucktisch mit stark angefeuchtetem Papier überdeckt, darüber kommt eine Lage Filz. Unter großem Druck wird nun die Platte mit dem Papier zwischen zwei Walzen hindurch gepresst. Dabei wird die Farbe von dem feuchten Papier aus den Vertiefungen der Platte aufgenommen.

Serigrafie

Die Serigrafie wird auch Siebdruck oder Schablonendruck genannt. Die Farbe liegt hierbei nicht auf einem Druckstock auf, sondern wird durch ein feines Sieb auf das Papier gepresst.
Auf einem Holzrahmen wird ein feines Sieb aus Gewebe aufgespannt. Auf das Gewebe wird fotografisch (bei künstlerischen Arbeiten manchmal auch von Hand) eine Schablone aufgebracht. Die Schablone verhindert an denjenigen Stellen des Druckbildes, die nicht drucken sollen, den Farbauftrag. An den unbedeckten Stellen kann die Farbe durch das feine Gitter des Gewebes mit einem Rakel auf das Papier gepresst werden.

Durch die Erfindung der Serigrafie konnte man mit einer Vielzahl von Farben und Materialien drucken, die bis dato für die Originalgrafik noch nicht erschlossen waren. Präzision der Konturen und Brillanz der Farben, ein gleichmäßiger Farbauftrag und alle Abstufungen zwischen matten und glänzenden Flächen sind nun möglich.

Stahlstich

Der Stahlstich wurde 1820 von Charles Heath erfunden und ist mit dem Kupferstich verwandt.
Die für den Druck verwendete Stahlplatte wird durch Entzug des Kohlenstoffs weich gemacht, wodurch die Stahlplatte beinahe so leicht bearbeitet werden kann, wie eine Kupferplatte. Nach dem Einbringen der Furchen wird die Platte wieder gehärtet. Durch den Stahlstich sind weit höhere Auflagen möglich, da die in den harten Stahl eingegrabenen Linien durch den Druckprozess nicht an Tiefe verlieren, wie es bei dem sehr viel weicheren Kupfer der Fall ist.

Der Stahlstich ergibt sehr konturenscharfe Drucke (geeignet für Wertpapiere, Banknoten, Briefmarken usw.) und diente im 19. Jahrhundert primär der Reproduktion von Gemälden und Zeichnungen, dem Druck von Landkarten und Buchillustrationen.

Passepartout

Ein Passepartout ist ein Karton mit einem oder mehreren Ausschnitten, welcher mehrere Aufgaben erfüllt. Ein Passepartout lenkt zum einen den Blick auf das Kunstwerk und kann die perspektivische Wirkung dessselben verstärken. Man kann mit einem Passepartout auch ein Bild in einen größeren Rahmen einpassen.

Ein weitere Aufgabe eines Passepartouts ist der Schutz des Kunstwerkes vor Ausdünstungen aus dem Rahmenholz. Das Passepartout bindet die Schadstoffe und sie erreichen das Kunstwerk nicht bzw. in kleinerer Konzentration. Ein gutes Passepartout besteht aus säurefreiem Material. Zusätzlich kann es noch mit Kalziumkarbonat gepuffert sein, damit Säuren aus der Luft möglichst gut gebunden werden. Durch den Abstand, den das Werk durch das Passepartout von der Glasscheibe erhält, wird ein Anhaften von Farbpartikeln am Glas verhindert und es entsteht ein Schutzraum über der Oberfläche des Aquarells oder des Pastells.

Pastellauflage

Eine Pastellauflage hilft den Abstand zwischen Glas und Kunstwerk zu erhöhen. So wird verhindert, dass empfindliche Oberflächen direkt mit dem Glas in Berührung kommen. Gerade bei Pastellkreiden die meist ungebunden aufgetragen werden, muss ein solcher Abstand gegeben sein, da sonst Farbpartikel an der Scheibe anhaften und beim Rahmenwechsel evtl. vom Werk getrennt werden.

Refloglas

Refloglas wird mittels Ätzung hergestellt, indem die glatte Glasoberfläche durch die Einwirkung einer Säure zerstört wird. So entstehen feine Unebenheiten auf der Glasfläche an denen das auftreffende Licht gestreut und Spiegelungen vermieden werden.

Der Nachteil: Konturen und Kontraste des dahinter liegenden Objekts werden unscharf. Dies ist ein Effekt, der bei hochwertigen Einrahmungen unerwünscht ist, Refloglas bleibt aber trotzdem eine einfache Alternative zu Museumsglas.

Staubsichere Einrahmung

Bei der staubsicheren Einrahmung werden das Glas, das Passepartout, das Werk und die Rückwand am Rand mit säurefreien Nassklebestreifen zu einem staubdichten Paket verbunden. Diese Technik verhindert die Bildung von „Staubfahnen“ und das Eindringen von kleinen Insekten. Bei wertvollen Werken empfiehlt sich eine Kontrolle der Einrahmung in zeitlichen Abständen von 10 bis 15 Jahren.

UV-Schutz

Aggressive UV-Strahlung die im Tageslicht vorkommt kann schon nach wenigen Tagen Papier und Farben ausbleichen. Gerade bei besonders feinen und empfindlichen Farben z.B. Aquarellen kann UV-Strahlung ein ungeschütztes Werk in wenigen Jahren zerstören. Ein UV-Schutzglas absorbiert nahezu 99 % der UV-Strahlung. Natürlich gibt es UV-Schutzgläser auch in entspiegelter Form.

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